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(über die frühen Briefe) Die Universalität Goethes lässt sich hier in ihrem teils chaotischen Stadium des Gärens beobachten. Je nach Adressat ändert er seine Rolle, seinen Stil und Gestus, manchmal sogar in ein und demselben Brief mehrfach. - Mit 14 bezeichnet er sich tatsächlich - entschuldigend - als "Chamäleon". Später hat ein Zeitgenosse das Irritierende an Goethe mit demselben Wort zu fassen gesucht.

Wilhelm von Humboldt: „Heute nachmittag habe ich bei Goethe Schillers Schädel gesehen. Goethe und ich – Riemer war noch dabei – haben lange davor gesessen, und der Anblick bewegt einen gar wunderlich. Was man lebend so groß, so teilnehmend, so in Gedanken und Empfindungen bewegt vor sich gesehen hat, das liegt nun so starr und tot wie ein steinernes Bild da. Goethe hat den Kopf in seiner Verwahrung, er zeigt ihn niemand. Ich bin der einzige, der ihn bisher gesehen, und er hat mich gebeten…

Zuletzt kann ich einen Wunsch nicht verbergen, daß der liebe Vater deine kleine Stücke, die du mir schicken willst, nicht eher zu sehen bekomme biß sie abgeschrieben und bereit sind an mich abzugehen; [bittet darum, die Meinung des Vaters in einem getrennten Anhang zu schicken]. Denn jetzo kriege ich niemals etwas das ganz von dir wäre, und ich sehe manchmal mit Lachen, wie ein gutes, einfältiges Mädgen Reflecktionen macht, die niemand als ein einsehender erfahrener Mann machen konnte.

(G.s bad works, No. 86) „Das Mädchen von Oberkirch" zählt zu den frühen Revolutionsstücken Goethes, denen außerdem „Der Groß-Cophta" (1791), „Die Aufgeregten" (1791/92) und „Der Bürgergeneral" (1793) angehören. Man hat diese kleineren Dramen zum Thema Französische Revolution in der Goethe- Forschung bis heute fast ohne Ausnahme abschätzig bewertet.15 Goethe sah in ihnen „Nachbildungen des Zeitsinns," die für ihn „eine Art von gemütlich tröstendem Geschäft" und „Bekenntnisse" waren.

A shorter version of "Die Liebe auf dem Lande" was found in Lenz posthumous papers. As for the longer, satirical version it had been published in a special No. on Lenz in 1792. Editor Schiller had received it from Goethe together with a selection of otherwise unknown writings from Lenz. Goethe had received a larger package of manuscripts from Lenz through Charlotte von Stein in ?1777.

"Wer spät im Leben sich verstellen lernt, der hat den Schein der Ehrlichkeit voraus."(Goethe) - Who learned dissimulation late in life, is preceded by the appearance of honesty. /is ahead of others by the appearance of honesty.

Goethe spent years with writing the Metamorphosis of Plants (1790) and supervising its translation. "I am beginning to grow aware of the essential form with which, as it were, Nature always plays, and from which she produces her great variety. Had I the time in this brief span of life I am confident I could extend it to all the realms of Nature – the whole realm."

Matthias Luserke (Hg.), Goethe and Lenz. Story of a Rupture. A Documentation. - Contains some of Lenz writings concerning Goethe very strongly and obviously, like "Waldbruder", "Pandaemonium Germanicum", and some poems.